die Feuerwehr

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1894 – 2009

Im Jahr 1894 wurde die Freiwillige Feuerwehr Trins unter dem damaligen Bürgermeister Franz Lutz „Salzerbauer“ gegründet. Doch schon früher war eine Ortsfeuerwehr vorhanden, wie dramatische Berichte über den verheerenden Großbrand am 15. Jänner des Jahres 1858 belegen:

„Der 15. Jänner 1850 und 8 hat 59 Häuser in Asche gebracht“

Wegen der gänzlich unzulänglichen Löschmittel stand man dem Feuer, das gegen neun Uhr abends beim Toldenhaus ausgebrochen war, machtlos gegenüber, berichten die Tiroler Heimatblätter über den Dorfbrand. „Die damalige Ortsfeuerwehr rückte unter dem Kommandanten Andrä Heidegger mit Löscheimern und einer sehr primitiven Feuerspritze aus.“ Es soll eine dramatische Wasserknappheit geherrscht haben. Über Eilboten wurden die Feuerwehren von Steinach, Matrei und Innsbruck alarmiert, die im Lauf der Nacht eintrafen. Dem Brand fielen auch zwei Menschen zum Opfer. Bei der Brandursache wurde von Brandstiftung ausgegangen.

„Drei Schilling für die Feuerwehr“

Aus dem Jahr 1929 existieren erste Aufzeichnungen von einer Jahreshauptversammlung im Gasthof Post („Stiner“). Zum Kommandanten wurde damals Heinrich Leodolter, zu seinem Stellvertreter Franz Tost gewählt. Damals hatte jeder Haushalt jährlich drei Schilling für die Feuerwehr aufzubringen.

Neubeginn nach der NS-Zeit

Über die Zeit zwischen 1938 und 1945 schweigt das Protokollbuch.

Erst am 23. März 1947 ist eine ordentliche Generalversammlung aufgezeichnet. Dabei wurde Josef Heidegger („Gidn“) zum Kommandanten und Heinrich Salchner („Metzler“) zum Stellvertreter gewählt.

„Ein Waldbrand gewaltigen Ausmaßes“

Die erste Bewährungsprobe für die wiedererstarkte Wehr ließ nicht lange auf sich warten. Am Samstag, 13. September 1947, gegen Mittag brach oberhalb der Kohlstatt auf der Ostseite der Nennesgisse ein Waldbrand aus, der sich schnell ausbreitete. Die Sirene alarmierte die Feuerwehr Trins, die den ersten Löschangriff leistete. Am Sonntag brannte bereits der Lazaunwald. Wind fachte das Feuer weiter an. Die Brantachbergseite brannte von unten bis oben. Dank günstigerer Windverhältnisse und eines Großaufgebots an Mensch und Material konnte der Waldbrand am Dienstag zum größten Teil eingedämmt werden. Im Einsatz gestanden waren die Feuerwehren des Wipptales und zahlreiche auswärtige Wehren von Jenbach bis Kematen, ins gesamt rund 900 Mann und 20 Motorspritzen. Im Trinserhof wurde eine Gemeinschaftsküche eingerichtet, Chefkoch war Rudolf Harm. Am Freitag konnten alle auswärtigen Feuerwehren Trins wieder verlassen.

Ein Stück Feuerwehrgeschichte auf vier Rädern: unser Landrover

Am 15. Mai 1960 wurde bei einer festlichen Florianifeier der erste Landrover eingeweiht, der bis 986 in Dienst stand. Der Preis des von der Gemeinde angekauften Fahrzeugs betrug damals 92.000 Schilling. Im Jahr darauf kam eine Tragkraftspritze dazu.

„Hartes Durchgreifen“

Die Vollversammlung des Jahres 1962 beschloss, dass ein Mitglied, das ein ganzes Jahr keine Übung besucht, einen Geldbetrag (die Höhe wurde nicht genannt) an die Kameradschaftskassa entrichten müsse. Kommt er dem nicht nach, wird er von der Feuerwehr gestrichen. Über die Durchsetzung dieses Beschlusses findet sich nichts in der Chronik.

August 1978 Großbrand beim Weber

Für den Innenangriff gerüstet

1986 wird der Ankauf von drei Atemschutzgeräten beschlossen. Die große, ewig drängende Frage war jene nach der Finanzierung. Auch damals, so scheint es, war es bei der Gemeinde eng, so wurden die drei Geräte über Landesfeuerwehrverband, Spenden und aus der Kameradschaftskasse bezahlt.

In guter alter Tradition – ein neuer Landrover

Im Juni 1986 wird jener Landrover in Dienst gestellt – der mittlerweile zweite – der 23 Jahre lang den Anhänger mit Pumpe und Schläuchen gezogen und damit seine Schuldigkeit getan hat. Heuer wird er durch das neue Kleinlöschfahrzeug ersetzt.

Die Einsatzfähigkeit erhalten

Immer wieder ist in den alten Protokollen davon zu lesen, dass es Probleme gab, die Kameraden zu den Proben zu motivieren. Ein anderes Problem drohte die Einsatzfähigkeit der Wehr zu beeinträchtigen. Beim dörflichen Fußballturnier des Jahres 1986 dürfte es doch einige Verletzungen gegeben haben, die einigen schwer zu schaffen gemacht haben. So wurde beschlossen, von Fußball auf Kegeln um zuschwenken. Motto: „Das geht ruhiger ab!“

Abschnittsbewerb in Trins

Der 11. Juli 1987 war der Tag des Abschnittsnassbewerbes in Trins. Im Protokollbuch ist vermerkt: „Herrlicher Sonnenschein, tolle Wettkämpfer, großer Durst der Feuerwehrmänner, …“. Laut Zeitungsberichten war es der erste derartige Bewerb, bei dem Gruppen aus allen Wehren aus dem Stubai- und Wipptal, insgesamt 35 Trupps, vertreten waren. Die Sieger: Gries vor Trins und Steinach I.

Genau 20 Jahre auf dem Buckel

Die allen unseren Kameraden vertraute (mehr oder weniger lieb gewonnene) Tragkraftspritze FOX wurde am 2. Juli 1989, also vor ziemlich genau 20 Jahren, in Dienst gestellt. Patin war Roswitha Wallasch. Jetzt hat die Pumpe ihre Schuldigkeit getan. Zum Jubiläum ist das Nachfolgemodell da.

Quellen:

  • Meßner, Michael: Der große Waldbrand in Trins im Jahre 1947, in: Schulchronik der Volksschule Trins.
  • Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Trins.
  • Messner, Michael: Der Trinser Dorfbrand im Jahre 1858, in: Tiroler Heimatblätter Heft 7/8 S. 253.
  • Zeitungsberichte Tiroler Tageszeitung, Bezirksblätter (Teil der FF-Chronik)

 

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